jurassic park

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Kraichgau-Natur-Photo

  • Eidechsen zählen zu den Schuppenkriechtieren und sind in allen warmen, sonnenreichen und trockenen Gebieten Europas, Asiens und Afrikas beheimatet. Auf einigen Inseln vor diesen Kontinenten kommen sie ebenfalls vor, in Amerika und Australien sind sie nicht anzutreffen.

  • Weltweit existieren etwa vierhundert verschiedene Arten, in Mitteleuropa sind die Mauereidechse, die Zauneidechse und die Waldeidechse die häufigsten Vertreter dieser Familie.

  • Die Reptilien besitzen einen schlanken Körper mit einem gut ausgebildeten langen Schwanz und ein Gebiss, das aus in einer Längsleiste eingelagerten Zähnen besteht.

  • Die meisten Arten erreichen eine Körperlänge von etwa fünfzehn bis zwanzig Zentimetern, nur wenige Gattungen der Eidechsen können bis zu neunzig Zentimeter lang werden.

  • Als wechselwarme Tiere verändern Eidechsen ihre Körpertemperatur abhängig von ihrer Umgebung. Sinkt diese auf unter drei Grad, erfriert die Eidechse. Daher muss sie in der kalten Jahreszeit einen frostfreien Unterschlupf unter der Erde, in Ritzen oder zwischen Baumwurzeln finden, wo sie in Winterstarre tritt.

  • Die Schuppen am kammlosen Rücken der Eidechsen sind deutlich kleiner als jene am Bauch und ergeben in ihrer Anordnung detailreiche Musterungen.

  • Die Männchen sind meist deutlich auffälliger im Aussehen als die Weibchen. Insbesondere die Kopf- und Rückenzeichnungen erscheinen bei Männchen farbenfroh und intensiv leuchtend, während die Weibchen in der Regel mit ihrer Musterung in Grau- und Brauntönen sehr unscheinbar wirken.

  • Das Nahrungsspektrum der Eidechsen ist relativ breit. Je nach Art verspeisen sie bevorzugt verschiedene Insekten, Spinnentiere, Würmer, Raupen, Weichtiere und Vogeleier.

  • Während der Paarungszeit im Frühling tragen die Männchen heftige Kämpfe um ihr Revier aus, die mit schweren Verletzungen enden können. Ein Weibchen, des einen Geschlechtspartner auserwählt hat, gibt ihm dies durch ein Abwenden und gleichzeitiges Treteln bekannt. Diese Kommunikationstechnik beinhaltet ein rhythmisches Heben des Kopfes und Vorderkörpers sowie ständiges Treten mit den Vorderfüßen.

  • Je nach Art sind die Eidechsen entweder lebendgebärend oder legen Eier. Wenige Arten pflanzen sich sogar eingeschlechtlich fort.

  • Eidechsen können einer Vielzahl von Fressfeinden zum Opfer fallen. Sie werden von kleinen Säugetieren, verschiedenen Vögeln und Schlangen gejagt. Die größte Bedrohung für die in Europa heimischen Arten stellt jedoch der Mensch dar, der ihren Lebensraum zusehends vernichtet. Daher sind viele europäische Eidechsen heute als gefährdete Arten eingestuft.

…. draussen zu hause

copyright ira brockmann & alexander schlauch 2019